Christusfigur

"Friede sei mit euch" -
so begegnet uns der leidende Christus. Grüßend
und segnend hebt er die linke Hand. Die rechte
weist auf seine Wundmale: Das habe ich für euch gelitten.

Er steht nicht still. Sein Schritt ist leicht, fast
tänzerisch aber dennoch fest. Sein Gesicht ist
ernst und zugleich freundlich.

Dieser Christus sagt: Ich bin unterwegs, um
vor allem euch Leidenden nahe zu sein - den
Gefolterten und Entrechteten aller Länder, den
Leidenden in unserem Dorf. Ich bin
unterwegs, um vor allem euch zu segnen.
Ich bin gekommen, um Tod und Leiden zu überwinden.

Nicht mehr Schmerzen und Sterben haben das
letzte Wort in unserem Leben, sondern ER -
der Gekreuzigte und Auferstandene.

Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud
auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten
ihn für den, der geplagt und von Gott
geschlagen und gemartert wäre.

Aber er ist um unsrer Missetat willen
verwundet und um unsrer Sünde willen
zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß
wir Frieden hätten, und durch seine Wunden
sind wir geheilt.
Jesaja 53, 4+5
Du großer Schmerzensmann,
vom Vater so geschlagen,
Herr Jesu, dir sei Dank
für alle deine Plagen:
für deine Seelenangst,
für deine Band und Not,
für deine Geißelung,
für deinen bittern Tod.

Dein Kampf ist unser Sieg,
dein Tod ist unser Leben;
in deinen Banden ist
die Freiheit uns gegeben.
Dein Kreuz ist unser Trost,
die Wunden unser Heil,
dein Blut das Lösegeld,
der armen Sünder Teil.

Evang. Gesangbuch 87,1 u. 3