| Grabtafeln Mit den steinernen Grabtafeln wollten die Pröbste des Klosters die Erinnerung an sich über den Tod hinaus wachhalten - was ihnen offenbar auch gelungen ist. Immer kunstvoller werden die Grabtafeln ausgestaltet - von Probst Kayb von Hohenstein (1397) im südlichen Seitenschiff bis zum evangelischen Probst Heinrich von Weissensee samt Gattin (1767) an der Nordwand der Vorhalle. Die älteren Grabtafeln wurden 1377 durch den Städtekrieg mit Esslingen zerstört. Offenbar gibt es ein menschliches Grund- bedürfnis, nicht mit dem Tod zu verschwinden, sondern die eigene Bedeutsamkeit über den Tod hinaus zu verlängern. Wer wird in 50 oder 100 oder 500 Jahren an mich denken, wenn meine Photos verblaßt, mein Grabstein abgeräumt, meine Daten gelöscht sind? |
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| Ein Psalm Davids, vorzusingen Herr, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein, so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht. aus Psalm 139 |
Ewigkeit, in die Zeit leuchte hell hinein, daß uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheine, selge Ewigkeit! Evang. Gesangbuch 680,4 |
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