Krypta

Christus besiegt die Mächte der Finsternis
und des Todes.

Das kommt in der Krypta in Stein gehauen zum
Ausdruck! Hier im "Herzstück" der ganzen
Klosteranlage haben die Chorherren ihre
Gottesdienste gefeiert und das leere Grab verehrt.
Jerusalem war nicht mehr zu erreichen.
Viele Pilger kamen deshalb nach Denkendorf
("Klein-Jerusalem"), um am Grab in der Krypta
zu beten.

Das Licht kommt aus nur einer Lichtquelle, von Osten, von Jerusalem! Es fällt auf das Grab,
schmucklos, leer, leerer geht's nicht mehr!
Dorthin, bis in die tiefsten Abgründe des Lebens
und bis in die tiefste Tiefe des Todes ist Christus
hinabgestiegen. Das Grab - Symbol desTodes -
wird zum Symbol des Lebens.
Ein Stockwerk höher, im Gottesdienst der Gemeinde, wird der Auferstandene gefeiert.

Das auffallend schöne und sorgfältig ausgeführte
leicht zugespitzte Tonnengewölbe symbolisiert
Christus. ER hält und trägt was darunter ist.

Das breite Band der Kapitelle zieht sich
in halber Höhe durch den Raum:
Fratzen und Fantasiegestalten,
Sünder und Büßer - Teufel und Dämonen.
Aber durch das ganze Gewimmel der
Bösewichter windet sich ein Band mit
den stilisierten Blättern des
Akandusbaumes, des Lebensbaumes
- ein Angebot zum Leben.
Ich hang und bleib auch hangen
an Christus als ein Glied;
wo mein Haupt durch ist gangen,
da nimmt er mich auch mit.
Er reißet durch den Tod,
durch Welt, durch Sünd, durch Not,
er reißetdurch die Höll,
ich bin stets sein Gesell.
Evang. Gesangbuch 112,6
Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht.
Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt
ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.
Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere
Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
Römer 8:33-39