| Vorhalle Die Friese an den Säulenkapitellen |
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| Die "unvollendete" Säule Wenn Sie den Vorraum zwischen Vorhalle und Seitenschiff von der nördlichen Seitentür her betreten, sollten Sie Ihren Blick auf die Säule zwischen Turm und Vorhalle richten. Der Vorhalle, dem "Paradies" zugewandt, ist die Säule vollendet. Dem Besucher aus dem Norden - dem ehemaligen Eingang für die "weltliche Obrigkeit" - zeigt sich die Säule dagegen unvollendet: sie schließt in halber Höhe mit einem sich verjüngenden Stumpf ab. Ist dem Baumeister hier ein Planungsfehler unterlaufen oder wollte er damit etwas Bestimmtes zum Ausdruck bringen? Der Säulenstumpf sagt zweierlei: Der Baumeister bringt seine Unvollkommenheit bewußt und zeichenhaft zum Ausdruck. Das "Paradies" ist vollendet, die Welt ist unfertig und fehlerhaft. Der Baumeister ermahnt sich und seine weltliche Obrigkeit an die eigene Unvollständigkeit. Wir können unsere Vorhaben nur bruchstückhaft verwirklichen. Unser Leben ist endlich. Gott wird es aber vollenden. Diese unvollendete Säule - wie unser Leben - vermindert sich plötzlich mitten in der Aufwärtsbewegung, um dann zu verschwinden. In ihrer sich verjüngenden Bewegung geht die Säule dann über in das Ganze. Sie geht auf im "Paradies". |
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Die Liebe hört niemals auf.
Unser Wissen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Korinther 13,8-13) |
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| Freunde, daß der Mandeizweig wieder grünt und treibt. Ist das nicht ein Fingerzeig, daß die Liebe bleibt. Daß das Leben nicht verging, so viel Blut auch schreit, achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit. Schalom Ben Chorin Evang. Gesangbuch 655 |
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